Wie wende ich ätherische Öle an?

Dieser Artikel soll dir dabei helfen zu verstehen, wie man ätherische Öle anwenden kann und welche Unterschiede es hier gibt. Außerdem geben wir die wichtige Hinweise, was dabei zu beachten ist.

Die Anwendungsarten der Öle unterscheiden sich erst mal in drei Möglichkeiten

  • Aromatische Anwendung: Das Öl kann über die Atemwege aufgenommen werden, z.B. über einen Diffuser oder ganz simpel über die Hände. Wir können so u.a. die Stimmung beeinflussen, da der Geruchsnerv direkt mit dem limbischen System verbunden ist. Wir können die Luft reinigen oder die Atemwege öffnen. Beruhigen, anregen, aufbauen und ausgleichen.
  • Lokale Anwendung: Wir tragen das Öl auf die gewünschten Stellen auf. Es wird vom Körper absorbiert und wirkt lokal und im ganzen Körper. Je nach Anwendungsfall mit oder ohne Trägeröl – z.B. in einem Roller oder in selbst hergestellten Produkten zur Körperpflege.
  • Innerliche Anwendung: Wir nehmen die Öle unter die Zunge, im Wasser oder in Kapseln ein. Je nach Anwendungsfall wirkt das Öl dann im Mund und Rachen über die Schleimhaut oder über das Verdauungssystem innerlich. Außerdem können wir bestimmte Öle auch zur Zubereitung von Speisen nutzen.

Wenn wir bei dōTERRA im Katalog stöbern, finden wir unterschiedliche Varianten in denen die ätherischen Ölen zur Verfügung gestellt werden. Es gibt Vor- und Nachteile bei jeder Variante.

  • Als reines Einzelöl: zur alleinigen Verwendung oder Herstellung von Mischungen, Roll-Ons und anderen eigenen Produkten.
  • Als spezifische und bewährte Mischung für bestimmte Themen.
  • Als Beadlet oder Kapsel zum Einnehmen.
  • Als fertiges Produkt aus der dōTERRA-Produktserie, z.B. Zahnpasta, Körperpflegeprodukte, Nahrungsergänzung, usw.

Die Dosierung

Zur Dosierung gibt es auch ein paar Dinge zu wissen.

  • Kleinere Mengen in kurzen Abständen bringen bei akuten Themen schnellere Wirkung (als große Mengen als Einzeldosis).
  • Es ist immer zu unterscheiden, ob wir ein akutes Thema oder ein chronisches behandeln wollen.
  • Die Konzentration der Mischung sollte zur Art der Anwendung passen (Unverdünnt, oder in einem gewissen Verhältnis – s. unsere Verdünnungstabelle!)

Die Besonderheiten im Umgang mit ätherischen Ölen

  • Ätherische Öle niemals in die Augen bringen. Bei Erkrankungen im Auge können die Öle außerhalb aufgetragen werden. Die Dämpfe reichen völlig aus!
  • Sogenannte „heiße“ oder „scharfe“ Öle müssen unbedingt vor der Verwendung entsprechend verdünnt werden und sollten nicht länger als 10 Tage eingenommen werden (Oregano, Thyme, Cassia, Cinnamon, Clove, On Guard, Black Pepper, Lemongrass, Basil, Sibirian Fir, Basil, Zendocrine, Peppermint).
  • Die Öle vor Sonneneinstrahlung schützen und kühl lagern (max. 40 Grad), da die chemischen Bestandteile hitzeempfindlich sind und sonst ihre Wirkung verlieren können.
  • Die Flaschen und sonstigen Behälter immer gut verschließen. Da die Öle flüchtig sind, würde die Wirksamkeit abnehmen, wenn die Flasche z.B. über längere Zeit geöffnet ist. Außerdem gibt es einige Öle (z.B. Zitrusöle), die „schlecht“ werden können – Geruch, Farbe und Wirkung können sich verändern.
  • Falls du gerade nichts zum Nachschlagen zur Hand hast: Die Öle sind für die innerliche Anwendung geeignet, wenn auf dem Etikett ein Nahrungsergänzungsfeld zu erkennen ist. Da diese Neuerung erst seit kurzem bei dōTERRA Anwendung findet, kann es dennoch sein, dass du Flaschen ohne dieses Feld erhälst (obwohl das Produkt eingenommen werden darf). Frage bei Unsicherheiten immer gerne bei uns nach!
  • Photosensitive Öle sind Öle, welche bei lokaler Anwendung auf der Haut mit dem Sonnenlicht reagieren. Eventuell stellt ihr Pigmentflecken oder Hautreizungen fest. Vermeide daher min. 12 Stunden direkte Sonneneinstrahlung. Du findest einen separaten Artikel zu dem Thema hier.
  • Öle in der Schwangerschaft: Auch wenn wir den Körper während der Schwangerschaft wunderbar mit ätherischen Ölen unterstützen können, gibt es Öle, welche nicht verwendet werden sollten. Generell sollte die Dosierung nach unten korrigiert werden z. B. ähnlich wie bei Kindern, da der Körper in der Schwangerschaft sensibler reagiert. Hier haben wir eine Liste für euch vorbereitet.

Verdünnung von Ölen

Das Verdünnen von Ölen mit einem sogenannten Trägeröl macht die Anwendung von Ölen sicher, angenehm und besser absorbierbar für deine Haut. Außerdem ermöglicht es dir, mit weniger Öl mehr Fläche behandeln zu können (bessere Verteilbarkeit).

Bitte beachtet, dass eine Verdünnung niemals mit Wasser erreicht wird, wenn wir von einer lokalen, medizinischen Anwendung sprechen – es sind immer die Trägeröle zu verwenden. (Ausnahmen sind z.B. Sprays im Haushaltsbereich o.ä.)

Die Diversität der Produkte von dōTERRA bringt mit sich, dass keine pauschale Anleitung zur Verdünnung erstellt werden kann. Jedes Öl ist in seiner Beschaffenheit einzigartig – genau wie jeder Körper, der damit behandelt werden soll. Wir haben also nun für dich eine Grafik erstellt, die auf dem „von-bis“ Prinzip basiert:

Verdünnungstabelle für dōTERRA Einzelöle und Mischungen

Die Tabelle ist (hoffentlich) recht einfach zu verstehen. Die x-Achse zeigt dir das Alter des „Patienten“ – die y-Achse stellt unseren Vorschlag für die Anzahl der Tropfen für ein 10 ml Behälter (z.B. Roll-On) dar.

Starte IMMER mit der niedrigsten Anzahl und teste deine Mischung vorerst auf einer kleinen Stelle der Haut. Bei Bedarf kannst du die Konzentration im Nachhinein immer noch nach oben korrigieren.

Die Empfehlung für eine täglich verwendbare Mischung liegt für einen Max-Mustermann-Erwachsenen bei 20-30 Tropfen – je nach „Schärfe“ der Zutaten (s.o.!). Eine höhere Konzentration bzw. sogar das unverdünnte Auftragen der Öle kann trotzdem bei gewissen Krankheitsbildern nötig sein (z.B. Behandlung von Warzen).

Deine Mischung muss also immer individuell verdünnt werden:

  • Welchen Behälter möchtest du verwenden? Wenn er größer oder kleiner als unsere angegebenen 10 ml ist – korrigiere die Anzahl der Tropfen einfach im Verhältnis (5 ml ▶ Anzahl halbieren, 50 ml ▶ Anzahl x5, usw.)
  • Welche Öle hast du verwendet? Viele, die als „scharf“ gelten? Oder nur die „weichen“…
  • Wer ist dein Patient? Baby, Kleinkind, Schulkind, Erwachsener?
  • Wie ist der Gesundheitszustand? Sensible Haut?
  • Wurde die/derjenige bereits mit ätherischen Ölen behandelt?

Ein kleines Fallbeispiel zum besseren Verständnis:
Vor kurzem habe ich einen Roll-on für ein 9 Monate altes Baby hergestellt. Es wurde ein 5 ml Roll-on mit einer Mischung für das Immunsystem (heißt, viele „scharfe“ Öle). Das Baby wird seit der Geburt mit den Produkten von dōTERRA behandelt. Meine Entscheidung: insgesamt (!) 2 Tropfen Öl + Trägeröl.

An dieser Stelle möchten wir dir noch die Anleitung, wie du dir deine eigene Mischung erstellst, ans Herz legen!

Nach einiger Zeit wirst du deine Mischungen intuitiv für all deine Lieben herstellen können – ohne einen Blick auf unsere Tabelle zu werfen. Für deinen Start mit der Anwendung ätherischer Öle hoffen wir, dir einige gute Anhaltspunkte gegeben zu haben. Solltest du dennoch Fragen haben oder dir unsicher sein, kontaktiere uns gerne!


Lass uns zusammen etwas aufbauen.