Was sind ätherische Öle???

Der Geruch beim Schälen einer Orange, beim Ernten von Kräutern, beim Mahlen von Gewürzen. Dieser Duft, diese flüchtigen aromatischen Verbindungen sind ätherische Öle. Sie sind in Samen, Rinde, Halmen, Wurzeln, Blüten und in anderen Bestandteilen von Pflanzen enthalten. Manchmal duften sie herrlich, manchmal nicht 😊. Die Pflanzen nutzen diese Öle bzw. ihre chemischen Bestandteile um sich selbst zu schützen, gegen Fressfeinde, Frost, Sonne, Pilze und alles andere, was dir Pflanze angreifen könnte. Dies machen wir uns zunutze.

Aromatische Verbindungen sind organische Moleküle, welche sich in der Regel bei Zimmertemperatur in Gas umwandeln. Dadurch „bewegen“ sie sich schnell in der Luft und sind schnell für uns wahrnehmbar. Diese Eigenschaft ist auch die Grundlage für ihre schnelle Wirksamkeit. Jede Komposition von Ölen in einer Pflanze ist einzigartig und verleiht ihr ihre individuelle Wirkung. Je nach Erntezeit, -methode, -dauer verändert sich auch die Zusammensetzung und Wirksamkeit – ja sogar Qualität – des Öls. Jeder Produktionsschritt ist entscheidend.

Mit den Ölen können wir „aus der Balance geratene Dinge“ wieder ins Gleichgewicht bringen – physisch und emotional. Physische Dysbalancen in Form von Verletzungen und Krankheiten können schneller und besser geheilt werden, wenn das eigene Körpersystem einen sanften Schubs bekommt. Und auch unser aus der Balance geratenes Gemüt kann hin und wieder einen Schubs vertragen.

Wir nutzen die Öle einzeln oder als komplexe Mischungen – je nach gewünschtem Nutzen. Wir tragen sie auf, nehmen sie ein oder nehmen sie über die Atmung auf – je nach Symptom und Eigenschaften des Öls.

In der heutigen Zeit sind uns ganzheitliche holistische Ansätze immer wichtiger. Die Aromatherapie unterstützt dies. Die Heilkraft der ätherischen Öle besteht vor allem darin, ein inneres Ungleichgewicht, das sich in einer körperlichen Krankheit äußert, wieder ins Lot zu bringen. Sie wirken nicht nur „symptomatisch“, sondern ausgleichend, harmonisierend und auf den gesamten Menschen.

Über das limbische System beeinflussen sie das vegetative Nervensystem und damit unbewusst die Prozesse unseres Körpers: Stimmung, Atmung, Kreislauf, Verdauung. Es werden Reize auf die Hypophyse gesetzt – unsere eigene Schaltzentrale. Diese Wirkung nennt man „immunmodulierend“ – der Gegensatz hierzu ist die „symptomorientierte“ Behandlung.

Im Buch von Monika Werner ist ein schönes Modell, welches uns verdeutlicht, dass ätherische Öle klassifiziert werden können, indem man die Bestandteile in Inhaltsstoffgruppen ordnet. Diese Einteilung und Zuordnung zu den Wirkungsbereichen, hilft uns besser zu verstehen, wie die Öle wirken. Jedes Öl hat ein individuelles Profil und je nach Mensch, Situation, Typ, emotionalem Zustand kann auch die Therapie sehr individuell sein.  Wenn wir einzelne Öle mit euch behandeln, gehen wir auf die Klassifzierung ein.

Hier gibt es noch einen Beitrag zum Thema Kategorisierung und Klassifzierung, wo wir etwas näher auf die Eigenschaften eingehen.

Quellen:
https://www.doterra.com/DE/de_DE/university/living/what-is-an-essential-oil
Praxis Aromatherapie – Monika Werner, Ruth von Braunschweig


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