Photosensitivität und Phototoxizität – Vorsicht Sonne

Bei den ersten Versuchen mir selbst Mischungen herzustellen wurde ich mit Pigmentflecken und Rötungen belohnt – ich dachte, dass es eine allergische Reaktion ist. Ich hatte mir in mein Gesichtsöl Grapefruit gegeben. Damit dir das nicht passiert, haben wir diesen Artikel erstellt.

Phototoxisch oder photosensibel sind Stoffe, die unter dem Einfluss von Sonnenlicht oder UV-Licht auf der haut toxisch – also giftig – werden. Sauerstoff, UV-Licht und Wärme beschleunigen also die Oxidation und die Zersetzung auf der Haut. D. h. die toxisch wirkenden Spaltprodukte können die Zellmembrane schädigen.

Deswegen ist es wichtig, dass wir bei Anwendung solcher Öle den angegebenen Zeitraum abwarten. Die Reaktion auf der Haut schädigt sonst die Zellen – und wir wollen schließlich „heilen“ und nicht „zerstören“. Symptome können Rötungen, Pigmentstörungen, Reizungen und Verbrennungen sein.

Dieses „Problem“ betrifft vor allem die Zitrusöle. Aber auch hier gibt es Unterschiede – die Stundenangaben bis zur nächsten „direkten Sonneneinstrahlung“ variieren von 3 bis 72. Um es nicht unnötig kompliziert zu machen: Versuche min. am darauffolgenden Tag direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden um auf sicherer Seite zu sein – außer es ist beim Öl etwas anderes angegeben.

Eine weitere Möglichkeit ist, auf Stellen auszuweichen, welche nicht der Sonne ausgesetzt werden (Fußsohlen) oder das Öl für die aromatische Anwendung in die Kleidung oder den Haaransatz zu geben.

  • Ölmischungen, welche phototoxisch sein können: Aroma Touch, Arise, Air/ Breathe, Cheer, Citrus Bliss, DDR Prime, Elevation, Forgive, Holiday Peace, Holiday Joy, InTune, Motivate, OnGuard, Passion, Purify, Slim & Sassy, Zendorcrine
    Aus der Kids Collection: Thinker, Brave und Stronger
  • Einzelöle, welche phototoxisch sein können: Bergamot (72 h), Cumin, Graprefruit, Kumquat, Lemon, Lime, Tangerine, Wild Orange, Ingwer
  • Einzelöle, welche kaum phototoxisch sind (zur Sicherheit trotzdem wie oben verfahren): Litsea, Neroli, Petitgrain, Yuzu

Aber auch bei Trägerölen kann es zu einer Oxidation kommen. Öle mit hohem Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren sind hiervon betroffen.

Kosmetika mit hohem Anteil an oxidativ anfälligen Ölen für Tagespräparate können durch Basisöle wie Jojoba oder Wiesenschaumkrautöl stabilisiert werden. Dies verlängert die Haltbarkeit und ermöglicht sie reizfrei zu nutzen. Die andere Strategie wäre, diese Öle für die Nachtpflege zu nutzen um den oxidativen Stress für die Haut zu minimieren.

Beispiele: Jojobaöl, Wiesenscahumkrautöl, Marulaöl, Brokkolisamenöl, Aprikostenkernöl, Avocadoöl, Mandelöl, Olivenöl

Trägeröle, welche nicht für Tagespflege verwendet werden sollten bzw. gemischt werden sollten: Distelöl, Sonnenblumenöl, Traubenkernöl, Weizenkeimöl

Quellen: https://www.olionatura.de/basiswissen/oele-kombinieren/oelgruppen-nach-olionatura


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