Stressmanagement und ätherische Öle.

Was ist Stress eigentlich?

Stress passiert uns nicht. Stress wird nicht in uns hinein gepflanzt und bricht über uns hinein wie eine Naturkatastrophe. Stress ist etwas, das in uns passiert. Als Reaktion – auf Dinge, die uns begegnen. Eigentlich ein Begriff aus der Mechanik: Wenn wir auf ein Objekt äußere Kraft bringen, dann kommt es zu einem Druck und schlussendlich zu einer Verformung. Stress ist also eine Antwort von uns auf den Druck einer Anforderung.

Guter und schlechter Stress.

Ja! Es gibt guten Stress. Guter Stress bringt uns zu mehr Produktivität, lässt uns reaktionsfähig sein, kreativ. Und Druck kann große Leistung entstehen. Im Englischen gibt es einen Begriff „Coping Capacity“ – etwas holprig übersetzt könnten wir das in „Bewältigungskapazität“ übersetzen. Das ist unser persönlicher Korridor, den wir eben gut „bewältigen“ können. Guter Stress also, den wir leicht abfedern und der uns sogar beflügeln kann. Im echten Leben schlägt Stress aber hin und wieder über diesen Korridor hinaus – auch damit können wir gut umgehen. Wenn aber der Stresspegel dauerhaft oder wiederholt über dieser Kapazität liegt, dann bekommen wir einen Problem.

Unsere Bewältigungskapazität – Coping Capacity – von Stress.

Stress ist nicht gleich Stress.

Wir können Stress skalieren – von vollkommener Entspanntheit bis zur Todesangst gibt es verschiedene Abstufungen. Leicht Unruhe, Anspannung und Nervosität, deutlich spürbarer Stress, starker Stress und letztendlich Todesangst und Panik. Mit dem Stress ist leider wie mit allen schlechten Angewohnheiten: Geben wir uns dem über einen langen Zeitraum hin, dann wird es zur Normalität. Der Stress zehrt an uns, laugt uns aus. Viele beklagen körperliche Symptome – ich nenne es Ampelschaltung. Der Körper will uns sagen „Hallo!? Hallooooooo?!“ – manchmal hören wir. Manchmal hören wir nicht. Wenn wir nicht hören, kann der Stress uns bis zum vollständigen Zusammenbruch führen. Die Ampel wird quasi immer „dunkelroter“, je länger wir außerhalb von unserer „Bewältigungskapazität“ unterwegs sind – uns außerhalb des Korridors befinden.

400Phasen von Stress.

Häufig hängt Stress mit einer „Veränderung der Lebenssituation“ zusammen. Persönliche Veränderungen, die eine Umorientierung benötigen, verlangen von uns etwas ab. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass Stress durch positive und negative Veränderungen hervorgerufen werden können. Plötzlicher Erfolg, eine Geburt, eine Hochzeit, ein neuer Job, ein Umzug – auch wenn all das gewünscht und erwünscht war – bedeutet Stress. Dabei können wir davon ausgehen, dass der „Stresspegel“ steigt, wenn mehrere dieser Ereignisse zusammenfallen und unsere Grundbedürfnisse „unter Beschuss“ stehen. Existenzielle Ängste erlauben keinen zusätzlichen Stress – jeder weitere Stress könnte das Fass zum Überlaufen bringen. Dessen sollten wir uns bewusst werden.

Ätherische Öle als Zaubermittel?

Ich könnte jetzt direkt auf die tollen beruhigenden Eigenschaften der Öle einsteigen – aber das war nicht der Gedanke hinter dem Artikel. Ja – die ätherischen Öle können uns mit ihrer biochemischen Wirkung auf unser Körpersystem und vor allem auf unsere emotionale Welt unterstützen aus der Stressphase zu kommen. Wir können runterkommen, Entspannung erfahren, Erdung. Sie können uns helfen Ängste zu überwinden, wieder präsent und konzentriert zu werden – toll – aber was sie nicht können: Sie können uns nicht abnehmen, den Stress anzuerkennen. Denn, wenn ich etwas verändern will, dann muss ich es zunächst anerkennen. Wir dürfen uns bewusst werden, dass es alternative Reaktionen gibt mit dem Druck von „außen“ (oder auch von „innen“) umzugehen. Diesen Punkt kann kein Mittelchen und keine andere Person für uns erledigen.

Jeder Korridor ist anders.

Wichtig ist, dass das Stressempfinden sehr subjektiv und individuell ist. Doch manchmal – und vor allem dann, wenn wir über lange Zeit kontinuierlichem Stress ausgesetzt sind, geraten wir geradezu auf Entzug, wenn wir ihn wegnehmen. Menschen, die lange Zeit einem hohem Leistungsdruck ausgesetzt sind, müssen lernen ohne Stress Motivation und Energie zu finden – in einem gesunden Maß. Wenn der Körper immer in einem Alarmzustand bleibt, dann führt das zu einer Erschöpfung – psychisch und physisch. Das Ziel wäre also entweder unsere „Coping Capacity“ (die Bewältigungskapazität) zu erhöhen – den Korridor also auszudehnen oder den Stress zu reduzieren. Durch die Art und Weise wie wir unser Leben gestalten – neudeutsch „Selfcare und Lifestyle“ können wir das zu einem gewissen Grad tun. Die Reduzierung des Drucks bzw. der eigentlichen Stressquelle ist aber trotzdem sinnvoll und nötig, weil der Korridor natürlich nicht beliebig „breit“ werden kann. Wir können nicht alles auf unseren Schultern tragen – egal wie gesund wir leben.

So erweitere ich meinen Korridor, wenn der Stress mal wieder „ausschlägt“:

  • Ich nehme mich raus – aus dem System – aus allem. Atme durch. Ich verschwinde einfach. Lass die Probleme einfach Probleme sein. Achtung: Nicht verwechseln mit „Kopf in den Sand stecken oder Verdrängung“. Mit Energie und Distanz zum Problem greife ich dann wieder dan.
  • Dankbarkeit. Ich rufe mir in das Bewusstsein, was ich habe. Wie privilegiert ich bin. Wie reich. Wie glücklich. Und das alles bin ich auch, wenn jemand mich verlässt. Ja – stirbt. Wenn alles um mich herum zerbröckelt. Das versuche ich mir ins Bewusstsein zu bringen.
  • Gesund leben: Klingt simpel, oder? Aber komisch ist: Je schlechter es uns geht, desto mehr fühlen wir uns zu Dingen hingezogen, die alles andere als „förderlich“ sind. Kaffee, Alkohol, wenig Schlaf, schlechter Umgang, Junkfood für Körper und Geist – wir lassen uns gehen. Wenn wir uns bewusst werden, dass es dieses Muster gibt, dann fällt es auch leicht es zu durchbrechen. Auch die Unterstützung des Körpers mit LLV oder anderen Supplementen gehört für mich hier dazu.
  • Schlaf. Und wenn ich merke, dass ich es nicht kann, dann benötige ich extra Unterstützung. Auch, wenn die Öle für mich hier eine große Rolle spielen, so ist es erst einmal die Intention oder der Wunsch zur Ruhe zu kommen. Hier kannst du nachlesen, was du für deinen Schlaf tun kannst.
  • Atmung. Indem wir bewusst atmen – und es muss nicht gleich eine „spirituelle Meditation“ sein – können wir den Parasympathikus stimulieren. Die Entspannung fördern. Ich habe dir hier ein paar schöne Links gesammelt, welche du probieren kannst. Hier im Post findest du einige Öle, die dich bei deiner Atem- oder Meditationspraxis unterstützen können.
  • Bewegung. Und dabei meine ich nicht hoch intensive Hardcore Sporteinheiten. Sondern moderate gesunde und regelmäßige Bewegung. Bewegung macht uns klar, senkt unser Stresslevel, wenn wir damit im gesunden Maße umgehen. Mach dir auch hier keinen Druck – du musst gar nichts. Geh mit der notwendigen Weichheit und Güte mit dir und deinem Körper um.
  • Organisatorisches. Zeitmanagement, Planung, Tool und Hilfsmittel. Vielleicht brauchst du ein wenig Struktur? Nimm dir Zeit und versuche neue Techniken zu implementieren, die dir helfen etwas Chaos aus deinem Leben zu nehmen. Listen, Apps, Planer – es gibt vieles, was dir den Alltag erleichtern kann. Aber: nicht alles auf einmal. Beginne mit einem Lebensbereich und etabliere neue Muster und Regeln bevor du dir den nächsten Bereich vornimmst.
  • Starte bewusst und mit einer Routine in den Tag. Und: Schön! Verwöhne dich. Mach dich hübsch. Fühl dich gut. Hol die schöne Unterwäsche raus. Trage deine Lieblingsmischung als Parfum. Weil: Du hast es verdient. Wenn du einen „stressigen Tag“ vor dir hast: Nimm für 60 Sekunden eine Superheldenstellung ein – Hände in die Hüfte, Brust raus, Blick in den Horizont. CHAKKA!
  • Konflikte auflösen und nicht vor mir herschieben. Prokrastination im Bereich der „Stresspunkte“ ist leider ein häufiges Muster.
  • Affirmationen, die dir helfen können: Ich gestalte mein Leben und meine Zukunft aktiv. Ich vertraue darauf, dass es ein großes Ganzes gibt in dem ich meine Rolle spiele. Ich leben im Moment und richte meine Energie auf meine Zukunft aus. In mir steckt eine unendliche Kraft.

Welche Öle unterstützen mich?

Die ätherischen Öle können uns dabei unterstützen, unsere Stressreaktion regelrecht „umzuprogrammieren“. Zitrusöle beispielsweise können uns unterstützen die Zellaktivität wieder so zu normalisieren, dass der normaler Kreislauf aus Versorgung (mit Sauerstoff und Nährstoffen) und Entsorgung (von Toxinen) wieder richtig funktioniert. Die Homöostase wird wieder hergestellt – d. h. das Gleichgewicht der verschiedenen Körpersysteme und -funktionen.

Meine liebsten Öle, wenn es darum geht mich aus einer gestressten Phase heraus zu holen. Ich nutze die Öle dann am liebsten im Diffusor oder als Roll-On. Wenn ich Zeit für mich habe auch super gerne als langes Bad.

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Achtung: Nicht nur diese Öle unterstützen euch, wenn ihr euch gestresst fühlt. Stress ist nur das Ergebnis einer langen Kette von Ereignissen und Emotionen und so ist die Liste theoretisch endlos lang.

Hier meine liebsten Anti-Stress-Rezepte:

  • RollOn – Die Luft ist raus: 10 💧 Eucalyptus, 8 💧 Rosemary, 7 💧 Bergamot, 7 💧 Grapefruit – für einen 10 ml Roll On mit FCO auffüllen – auf Pulspunkte und hinter die Ohren auftragen, wenn du dich so richtig ausgelaugt fühlst.
  • RollOn – Einen Schritt nach dem anderen: 10 💧 Adaptiv, 6 💧 Bergamot, 5 💧 Lemon, 5 💧 Citrus Bliss, 5 💧 Lime, 5 💧 Lavender, 5 💧 Balance, 5 💧 Serenity– auf Pulspunkte und hinter die Ohren auftragen, wenn du änglich und mutlos bist.
  • Meine Anti-Stress Bademischung: 4 💧 Ginger, 6 💧 Wild Orange, 6 💧 Nelke, 2 💧 Lavender. Schau hier, wie du dir ein tolles Bad zaubern kannst.
  • Relax-Diffuser-Mischung: 5 💧 Roman Chamomile, 5 💧 Wild Orange, 2 💧 Ylang Ylang

Bleibt gesund und relaxed! Euer Team von OilAffair.

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