Shea-Love. Ein Allrounder für alle Hauttypen.

Es gibt so viele Gründe sich an das Thema Naturkosmetik und die eigene Herstellung heranzuwagen. Verpackungen und schädliche Substanzen vermeiden. Hochqualitative Rohstoffe mit transparenter Herkunft oder eine komplette auf dich abgestimmte Zusammensetzung sind nur ein paar davon.

Sheabutter ist ein ganz besonderer Vertreter der Rohstoffe, die wir bei DIY-Kosmetik verwenden. Im Vergleich zu vielen anderen Pflanzenfetten hat Shea einen besonders hohen Anteil an Begleitstoffen. Wir gehen kurz auf die besonderen Eigenschaften ein. Ich werde euch nicht mit den chemischen Bestandteil langweilen – aber was die Sheabutter alles kann, das müsst ihr wissen!

  • Sie ist nicht komedogen und damit auch für unreine Haut geeignet, die zu Mitessern und Pickel neigt.
  • Shea ist sehr verträglich und kann bei gereizter, beanspruchter, trockener und neurodermitischer oder „barrieregestörter“ Haut wunderbar verwendet werden.
  • Auch als Salbengrundlage und bei Intensivpflege wie Lippenpflege oder Heilsalbe ist sie super geeignet.
  • Shea reguliert die Verhornung der Haut, d. h. macht harte und verhornte Haut weich und regt dünne Haut an widerstandsfähiger zu werden und „aufzubauen“.
  • Eigentlich ist sie sogar für alle Hauttypen geeignet (mit entsprechender Verbindung anderer Trägeröle) und dann auch noch für alle Körperbereiche, also: Gesicht, Lippen und Körper!
  • Shea enthält viel Vitamin A, D und E und einige Fettsäuren, welche sehr pflegend für unsere Haut sind.
  • Sie unterstützt die Collagenproduktion und hat damit auch eine leichte Antiagingwirkung.
  • Shea schützt unsere Haut vor Veränderungen, die durch UV-Strahlung ausgelöst werden.
  • Shea schützt vor Austrocknung, beim Heilungsprozess und bei Entzündungsprozessen.
  • Shea ist feuchtigkeitsbindend und sorgt dafür, dass über die Haut nicht so viel Feuchtigkeit „verdunstet“.
  • Diese Pflanzenbutter ist relativ stabil und gut haltbar – besonders, wenn man sie luftdicht und im Kühlschrank aufbewahrt. Eine Haltbarkeit von 1 – 3 Jahren ist möglich.

Ich verwende ausschließlich unraffinierte und nicht desodorierte Sheabutter in Bioqualität. Ich bin der Meinung, dass Inhaltsstoffe so nah wie möglich an der Natur das beste Ergebnis erzielen. Das ist aber letztendlich eure Entscheidung. Leider gibt es viele Berichte über „unsaubere“ Sheabutter – teilweise werden „Fremdpflanzen“ zur Colorierung beigefügt oder es kommen Mineralöle durch die Produktion dazu. Deswegen ist es wirklich bei der Quelle ein gutes Gefühl zu haben!

Mein kleiner Tiegel Sheacreme reicht etwa 4 Monate!

Was bedeutet „raffiniert“? In einem chemischen Prozess oder einer einer Filterung werden alle Komponenten der Butter entfernt, welche ein „ranzig werden“ begünstigen. Der Prozess wirkt also stabilisierend und macht die Butter haltbarer. Das Gegenteil wäre nativ oder roh.

Was bedeutet „desodoriert“? Alle Stoffe, welche der Butter ihren typischen Geruch geben, werden entfernt. Meistens über eine Dampfdestillation.

Hier mein Grundrezept für meine Shea-Creme

  • 1,5 EL Sheabutter, unraffiniert, bio und nicht desodoriert. Ich kaufe immer sehr große Packungen, weil ich die Sheabutter für sehr viele Rezepte z. B. auch für Bodybutter, Aua-Salbe, Lippenpflege usw. benötige! So wird eure Naturkosmetik supergünstig.
  • 1 EL Trägeröl – je nach Hauttyp, bei mir ein Mix aus Aprikosenkernöl, Jojobaöl und Arganöl (empfindliche, unreine und trockene Haut). In dem Link könnt ihr nachschauen, welche Trägeröle sich für euren Hauttyp eignen.
  • 6 Tropfen ätherische Öle – je nach Hauttyp, bei mir Yarrow Pom, Roman Chamomille, Petitgrain, Ylang Ylang, Weihrauch und Rose. Auch hier könnt ihr eure Mischung ganz individuel zusammenstellen.
  • 6 Tropfen Vitamin E-Öl zur zusätzlichen Stabilisierung und als Antioxidans.

So stellt ihr eure Sheacreme her

  • Die Sheabutter über dem Wasserbad sanft schmelzen. Sie hat einen relativ niedrigen Schmelzpunkt – seid nicht ungeduldig. Lasst euch dafür Zeit und überprüft gerne zur Sicherheit mit einem Thermometer, dass ihr nicht über 40 Grad kommt. Die wertvollen Inhaltsstoffe gehen über 40 Grad verloren – genau wie bei den ätherischen Ölen.
  • Gebt das Trägeröl und das Vitamin E-Öl hinzu und verrührt alles gut.
  • Lasst die Flüssigkeit auskühlen – sie festigt sich sehr langsam. Wenn die Konsistenz langsam fester wird, schlagt ihr die Masse mit einem Minischneebesen oder einer Gabel immer wieder auf. Der Prozess ist einfacher, wenn ihr die doppelte Menge zubereitet. Je besser ihr „aufschlagt“, desto fluffiger und weicher wird die Masse bzw. die fertige Creme
  • Im Kühlschrank geht es schneller – stellt euch immer alle 4 Minuten den Wecker, denn wenn sie zu fest geworden ist, könnt ihr sie nicht mehr aufschlagen!
  • Wenn ihr eine cremige weiche Konsistenz habt, gebt ihr das ätherische Öl hinzu und gebt die Masse in eure blickdichten Glastiegel.

Ihr könnt das Rezept auf eure Bedürfnisse anpassen

  • Ihr verändert das Verhältnis der Shea-Butter und den Trägerölen wie folgt:
    • Gecremter und reichhaltiger: Verhältnis Shea zu Trägeröl 2:1
    • Leicht und schnell einziehend: Verhältnis Shea zu Trägeröl 1:2
    • Leicht mattierend wird es, wenn ihr im Verhältnis 1:1,5 arbeitet und noch 0,5 EL Stärke hinzugebt – klingt komisch – aber funktioniert!
  • Prüft euer Hautbild und wählt eure Trägeröle und ätherischen Öle

Wir wünschen euch ganz viel Spaß bei eurerer DIY-Kosmetik-Kochstunde und freuen uns über Feedback, Fragen, Anregungen!

Unsere Label für eure DIY-Kosmetik gibt es übrigens hier.

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