Wenn unser „zweites Gehirn“ mal austickt – der Darm.

Ich glaube nicht, dass es Zufall ist: Sodbrennen, Blähungen, Verstopfung – nur drei der vielen Symptome, welche sich als „Zivilsationskrankheiten“ breit gemacht haben. Habt ihr das Buch „Darm mit Charme“ gelesen? Ich habe es … hm … ich glaube drei Mal gelesen. Ich habe durch dieses Buch sooooo unglaublich viiiiiiiiel von meinem Körper verstanden. Ein einziger andauernder AHA-Effekt. Und auch wenn, der ein oder andere eine „robustere Verdauung“ hat – über unsere Lebensspanne hinweg erwischt es jeden Mal: Verdauungsbeschwerden.

Die Verdauung und die Haut – beides für mich Spiegel der Seele. Manche tragen ihren Stress eher im Darm, manche auf der Haut. Oft hängt das eine mit dem andere stark zusammen. Sprichwörter wie „Ich habe ein komisches Bauchgefühl.“ gibt es nicht ohne Grund.

Wir kennen kaum noch Menschen, die nicht auf irgendetwas reagieren: Gluten, Laktose, Fructose, „schlechte“ Kohlenhydrate, „schlechtes“ Fett, Konservierungsstoffe, Zuckerersatz – jeder passt auf irgendetwas auf. die Liste der Unverträglichkeiten wächst. Zehn Menschen zum Abendessen einzuladen wird zur logistischen Meisterleistung. Wenn auf diesen empfindlichen Magen oder Darm noch Stress von „außen“ hinzu kommt – dann schlägt der Verdauungstrakt oft noch mehr Alarm.

Weil: In Zeiten von Stress bewertet der Körper andere Funktionen als wichtiger. Die Verdauung wird herunter priorisiert. Manchmal kommt es zu einem regelrechten „Shut-Down“ – nichts geht mehr. Der Initiator für den Vorgang ist ein hoher Cortisol-Level im Körper. Cortisol ist unser „Stresshormon“- der ultimative „Stressindikator“ für den Körper.

Oft wird der Darm auch zweites Gehirn genannt. Er beherbergt ca. zwei Drittel unseres gesamten Immunsystems. Sein Zustand hat unmittelbare Auswirkung auf unsere Stimmung, Emotionen, Denk- und Merkfähigkeit – aber auch auf unsere Libido und unser Schlafverhalten. Einfach unglaublich, oder? 95 % von deinem Serotonin – ein wichtiger Neurotransmitter, der unsere Stimmung beeinflusst – wird im Darm generiert.

Was gehört denn nun alles zu dem Thema dazu?

Wenn wir von dem Magendarmtrakt sprechen, dann gehören folgende Kollegen mit zur Familie: Speiseröhre, Leber, Gallenblase, Magen, Bauchspeicheldrüse, Dickdarm, Dünndarm, Blinddarm und Rektum. Und wenn wir von Beschwerden sprechen, dann denken wir an Blähungen, Verstopfung und Durchfall – aber auch Schluckstörungen, Aufstoßen, Bauchschmerzen und Inkontinenz gehört dazu. Und wisst ihr was? Auch Depressionen, Neurodermitis und andere Alarmsignale unseres Körpers haben direkt mit dem Darm zu tun. Die meisten von uns, die an einem oder mehreren dieser Themen „leiden“ betrachten das schon als Normalität. Aber nein Leute – es ist nicht normal!

Der oben genannte „Stress von außen“ führt oft dazu, dass wir zu wenig „gute“ – also probiotische Darmbakterien haben oder, dass der Darm träge wir und vor allem: dass wir Unverträglichkeiten entwickeln. Ein Teufelskreis entsteht. Wir schauen mal ob wir durchbrechen können, oder? Ich bin mir ziemlich sicher, dass du das schaffst. 😉

Wir können den Körper bei einer Vielzahl von Beschwerden mit den ätherischen Ölen und Nahrungsergänzung so unterstützen, dass er wieder zur Normalität finden kann.

Wie wende ich die Liste und die Vorschläge an?

Ich habe euch hier die häufigsten Symptome rund um das Thema Magen und Darm aufgelistet. Lasst euch nicht von der Aufzählung, Reihenfolge oder Zuordnung beirren. Greift zu den Fläschchen, die euch ansprechen oder von denen ihr wisst, dass ihr besonders gut reagiert. Die vorgeschlagenen Öle sind keinesfalls Patentrezepte. Es ist ja auch immer die Frage – WARUM?

Beispiel: Es ist ein Unterschied ob ich Blähungen habe, weil ich meine Tage bekomme oder weil ich 2 Riesenpizzen gegessen habe! Und nur weil Clary Sage nicht bei Blähungen dasteht, dann weiß ich trotzdem, dass es mir während der Regelblutung gut hilft.

BlähungenZenGest oder Fennel (Fenchel) mit ein wenig Wild Orange (wilde Orange) auf dem Bauch einmassieren. Ginger (Ingwer) und Star Anise (Sternanis), Peppermint (Pfefferminze) und Cardamom (Kardamom) können auch eine gute Option sein.
DurchfallPeppermint (Pfefferminze) und Fennel (Fenchel) auf den Bauch reiben. Ginger (Ingwer) und Geranium (Geranie) kann hier auch eine Option sein (vor allem bei Kindern). Ich mag die Kombination aus ZenGest und Wild Orange (Wilde Orange) im Wasser.
KrämpfeBei Menstruationsbeschwerden schau mal hier.
Die Einnahme von ZenGest – auch im Kombination mit Basil hat sich als hilfreich erwiesen. Alternativ könnte auch Clary Sage mit FCO auf dem Bauch gerieben eine entspannende und entkrampfende Wirkung auf den Bauch haben.
nervöser Magen oder Darm // SystemerkrankungenMenschen die bei Stress direkt im Bereich Magen und Darm reagieren, können folgende Optionen versuchen: Copaiba, Lavender (Lavendel) und Frankincense (Weihrauch) – je ein Tropfen – einnehmen. Alternativ die Serenity Softgels – sie beruhigen Magen, Darm und Geist. Auch bei entzündlichen Erkrankungen wie Gastritis/ Reizdarm und systemischen Erkrankungen wie Colitis ulcerosa kann dies eine hilfreiche Option sein.
Reizdarm/ GastritisZengest, Peppermint (Pfefferminze), Lemongras (Zitronengras), Fennel (Fenchel) sind hilfreich. 1 – 2 Tropfen einer Kombination von ZenGest und einem weiteren Öl in einem Glas Wasser oder in einer Kapsel einnehmen oder den Magen einreiben.
Sodbrennen bzw. (stiller) Reflux:Zengest und Lemon (Zitrone) oder Green Mandarin (grüne Mandarine) können hier Erleichterung verschaffen. Die Einnahme in einer Kapsel oder in einem Glas Wasser wird oft als hilfreich empfunden. Regelmäßigkeit spielt hier eine besondere Rolle – vor allem vor dem schlafen gehen.
ÜbelkeitZengest, Ginger (Ingwer) und Peppermint (Pfefferminze) sind hier das Mittel der Wahl. Eingenommen verschafft es schnell Linderung – wenn einem der Geruch zuwider ist, ist die Einnahme in der Kapsel eine gute Alternative.
Unverträglichkeit (nach dem Essen)Haben wir zu viel oder was falsches gegessen und der Magen und/ oder Darm beginnen an zu gluckern und zu glucksen können wir mit Zengest, Peppermint (Pfefferminze), Ginger (Ingwer), Star Ansie (Sternanis) und Curcuma (Kurkuma) gut nachhelfen. Auch Zitrusöle wie Petitgrain (Bitterorange), Lime (Limette), Grapefuit und Wild Orange (wilde Orange) können Erleichterung verschaffen.
VerstopfungJe ein Tropfen Rosemary (Rosmarin), Lime (Zitrone) und Peppermint (Pfefferminze) ODER ZenGest mit FCO auf den Bauch einreiben. Auch Ginger, Marjoram, Cilantro und Fennel können eine gute Option sein. Bei Menschen mit träger Verdauung kann am Nachmittag ein Glas Wasser mit Lemon (Zitrone) und Peppermint (Pfefferminze) die Verdauung in Schwung bringen.
Magen-Darm-Infektionen (Virus)Wenn uns ein Virus befällt, dann sollten wir parallel mit der Antibiotikabombe bzw. Grippebombe arbeiten, um die Viren wieder aus dem Körper zu bekommen. Als Einzelöle sind Nelke bzw. OnGuard gute Optionen. Kombiniert das eventuell mit den Empfehlungen für Übelkeit und Durchfall.

Was gilt es generell zu beachten?

Ausreichend Schlaf, Flüssigkeit und die Reduktion von Stress wirken sich auf den ganzen Körper – und vor allem die Verdauung aus. Sofern keine Infektion oder ein anderer akuter Zustand vorliegt, dann ist es immer hilfreich zu hinterfragen warum sich der Körper so verhält, wie er das nun mal tut – denn: der Körper ist schlau! Und es gibt immer einen Grund.

Wenn jemand zu einer trägen Verdauung neigt, dann wird ein erhöhtes Stresslevel (Cortisol!) sich auch hier niederschlagen. Deswegen: Stress runter, Schlaf rauf. Self Care.
Lasst es euch gut gehen!

Du bist was du isst. Hochwertige grüne und gesunde Ernährung ist immer eine gute Basis um das Thema Verdauung wieder zu regulieren. Gebt euren Körpern Zeit sich auf neue Umstände einzustellen. Wer von heute auf morgen einen Liter grünen Smoothie trinkt, der hat verdauungstechnisch eher mit mehr „Problemen“ zu rechnen…. (ich empfehle die Popotücher von hier 😄).

Auch eine Kur bei der man den Übeltäter für einige Zeit „aussperrt“ ist oft ein hilfreicher Start – egal ob Zucker, Gluten, Weizen, Milch oder andere Stoffe, die uns das Leben schwer machen. Außerdem kann es hilfreich sein den Darm wieder zu „sanieren“ indem wir ihn wieder mit „guten Bakterien“ aufbauen – vor allem nach einer Antibiotikatherapie oder vor einem geplanten Aufenthalt im Ausland (siehe weiter unten).

Kurz: Tu dir Gutes.

Hier noch einige Tipps, die euch grundsätzlich unterstützen

  • Generell: Das diffusen von ZenGest ist auch möglich. Für mich riecht es etwas zu „prominent“ und „medizinisch“ – aber manchen gefällt es vielleicht 😊
  • Es gibt immer die Option von „innen“ zu arbeiten, d. h. Einnahme von 1 – 3 Tropfen in einem Glas Wasser oder in einer Kapsel sind immer möglich (sofern die Öle für die Einnahme erlaubt sind!).
  • Wenn wir vom „einreiben“ sprechen, dann sprechen wir IMMER von einer Mischung mit FCO verdünnt. Falls ihr euch keinen Roller herstellt, wendet folgende Regel an: 3 – 4 Tropfen ätherische Öle mit ca. einem Esslöffel FCO.
  • Versuche beide Optionen (innen und außen) und schau wie es dir damit geht.
  • Bei Babys und kleinen Kindern ist das Einreiben vom Bauch eigentlich die einzige Option. Zusätzlich unterstützen kann man immer, indem man Fußsohlen, Wirbelsäule und den unteren Rücken (quasi die Rückseite des Darms) eincremt. Bei älteren Kindern und vor allem Kinder, welche schon eine „Beziehung“ zu ätherischen Ölen haben kann man auch an die innere Einnahme heranführen.
  • Wem Pfefferminze zu intensiv ist, der kann auch gut Spearmint nutzen – gerade auch bei sensiblen Menschen und Kindern eine gute Wahl.
  • Zitrusöle könnt ihr auch austauschen. Ich tendiere bei bestimmten Symptomen zwar zu bestimmten Zitrusölen – aber das kann bei DIR ganz anders sein. Folge deiner Intuition.
  • Hier eine „Daily Proceudre“ – für Menschen, die häufiger mit „Magen-Darm-Geschichten“ zu tun haben:
    • Die verdauungsfördernden Tabeltten und Softgels von dōTERRA sind immer eine gute Ergänzen oder Variante. Vor allem bei Menschen, die regelmäßig mit Beschwerden im Bereich Magen und Darm haben, sollten dies in Erwägung ziehen.
    • Unterstützend für das ganze System ist immer Frankincense (Weihrauch) und Copaiba. Vor allem, wenn der Körper geschwächt ist und mit irgendetwas zu „kämpfen“ hat, ist dies eine gute Ergänzung.
    • Bei regelmäßigen und andauernden Beschwerden, kann es hilfreich sein sich morgens folgendes Ritual zu etablieren: Je einen Tropfen Weihrauch, Copaiba und Cardamom mit FCO auf Magen- und Darmregion einreiben. Ein Wechsel von Cardamom mit Ingwer, Fenchel, Peppermint/ Spearmint kann gut sein.
    • Die Einnahme von Yarrow Pom ist auch eine gute Option. Schafgarbe kann eine besonders beruhigende und heilende Wirkung auf den Magen-Darmbereich haben. Kombiniert das doch gleich mit eurer abendlichen Gesichtspflege. (drei Tropfen für das Gesicht – ein Tropfen für die Zunge 😊 )

Was gibt es noch für Optionen, wenn ich meine Verdauun unterstützen will?

Man merkt an den Produkten von dōTERRA, dass das Thema Darm und Verdauung ein verdammt großes Thema ist. Wenn ihr mit diesen Themen zu tun habt, dann kann ich euch folgende Produkte ans Herz legen:

  • ZenGest (früher DigestZen): ZenGest haben wir oben bei den Symptomen schon sehr häufig erwähnt – es ist spielt eine zentrale Rolle beim Thema Magen und Darm. Eine Mischung aus vielen ätherischen Ölen, die wir auch vom Kräuterschnaps kennen. 😊 Anis, Kümmel, Koriander, Fenchel, Ingwer, Pfefferminz und Estragon… Kommt uns bekannt vor, oder? Hier die Version ohne Alkohol. Ihr seht ja, dass diese Mischung bei fast allen Beschwerdebildern genannt wird. ZenGest reguliert – es ist generell ein guter Helfer bei „Magen-Darm-Verstimmungen“, z. B. auch wenn wir im Urlaub unterwegs sind und die Verdauung mit den Flug-Nachwehen und dem fremden Essen oder Wasser zu kämpfen hat. Auch beim Kater oder bei Reisekrankheit kann es die Beschwerden lindern.
  • Tummy Tamer: Die Babyversion von ZenGest. 😊 Auch bei Erwachsenen nicht zu verachten. Riecht sooooo toll. Ich liebe es! Und es ist eine schöne gebrauchsfertige Variante zu ZenGest.
  • TerraZyme: Nach schwerem oder auch zu spätem Essen erleichtert es uns die Verdauung. Es versorgt uns mit aktiven Enzymen und mineralischen Kofaktoren, die für eine gesunde Ernährung – und deren Verdauung – benötigt werden. Für Menschen die mit Völlegefühl, Aufstoßen und einem Blähbauch zu kämpfen haben eine gute Option. Auch bei Darmträgheit oder, wenn man das Gefühl hat das Essen kommt „unverdaut“ wieder heraus.
  • Kickstart für den Darm: Erst reinigen und dann aufbauen
    • GX Assist: Den Darm mal wieder auf Vordermann bringen: Oregano, Melaleuca (Teebaumöl), Lemon (Zitrone), Lemongras (Zitronengras), Peppermint (Pfefferminze) und Thyme (Thymian) unterstützen bei der Reinigung und können so quasi einen Neustart für die Darmflora initiieren (siehe PB Assist).
    • PB Assist und PB Assist Junior: Die Kapseln der „Erwachsenenversion“ mit Doppelwandsystem verhindern frühzeitig Freisetzen der probiotischen Ballaststoffe. Das besondere daran: Es handelt sich um 6 Stämme von probiotischen Mikroorganismen. Ein kleiner Booster für eure Verdauung. Besonders nach der Einnahme von GX Assist zu empfehlen. Die Junior-Variante schmeckt besonders lecker und hat etwas von Brause – ich mag sie sehr gern. Auch ohne vorherige „Reinigung“ ein tolles Produkt. Ich nehme Probiotika prophylaktisch, wenn ich z. B. in Asien unterwegs bin oder während bzw. nach einem Magendarmvirus.

Gute Besserung!

Ich hoffe dieser kleine Artikel hilft euch bei dem allgemeinen Thema. Ich weiß: bei jedem Beschwerdebild gibt es noch weiter unzählige Optionen. Ich gehe bei der Wahl meiner Rezepte immer so vor: Ich versuche die Empfehlung, welche bei 90 % der Menschen gut funktioniert. Wenn sie nicht funktioniert, dann frage ich mich selbst:

  • Was ist die Ursache meiner Symptome?
  • Suche ich an der falschen Stelle?
  • Zu welchem Öl fühle ich mich hingezogen?

Meist komme ich dann auf eine einen Mix aus etwas altbewährtem und etwas, das nicht genannt wird. Völlig egal, weil: Mein Körper. Mein Bedürfnis. MEINE MISCHUNG.

Ich hoffe, dass du DEINE findest. Ich drücke dir die Daumen!

2 Kommentare zu „Wenn unser „zweites Gehirn“ mal austickt – der Darm.

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