Leise rieselt der Schn… äh. Die Schuppen.

Schuppen – das alleine ist schon irgendwie ein ekliges Wort. Oder? Wer von Schuppen – an Kopf oder Körper – gebeutelt wird, der hat es nicht leicht. Oft gerät man in einen Teufelskreis mit diversen „Mittelchen“…. Es ist ein bisschen so wie mit Nasenspray – man fängt an, weil die Nase zu ist und dann ist die Nase nicht mehr frei, wenn man keins benutzt.

Bei der Schuppenbildung werden übermäßig verhornte Schichten der Haut abgestoßen. Die winzig kleinen Hautzellen treiben einen in den Wahnsinn – es juckt und brennt – und ist natürlich rein ästhetisch ein Problem. Die Ursache ist erst einmal physisch betrachtet eine übermäßige Talgproduktion an der Kopfhaut.

Worin der wahre Grund liegt wird viel diskutiert: Stress, zu viel Haare waschen, Reaktionen auf Pflegeprodukte, Pilzinfektionen (Malassezia), Allergien und und und… Oft auch ein Zusammenspiel des ganzen.

Schauen wir uns im „industriellen“ Bereich um, so werden die Produkte zum Thema Schuppen manchmal mit ganz sinnvollen Inhaltsstoffen angereichert, wie z. B. Aloe Vera oder Eukalyptus. Aber Sodium Lauryl, Climbazol, Zinkpyrithion, Sulfate und Silikonöle – die wollen wir eigentlich nicht wirklich an die Kopfhaut bringen. Wirklich nicht.

Ein paar Grundregeln abseits der ätherischen Öle

  • Besonders bei langen Haaren: Vor dem Waschen die Haare gut durchkämmen, am besten mit einer Bürste, die für die empfindliche Kopfhaut geeignet ist. Das Durchwaschen und Herausspülen der Schuppen wird erleichtert.
  • Auf Silikone, Sulfate, Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe in den Haarprodukten verzichten.
  • Sparsam mit Stylingprodukten umgehen, bzw. auf die Inhaltsstoffe und Marken achten.
  • Anti-Schuppen-Shampoos, die milder und heilender arbeiten (aber dafür vielleicht nicht den Soforteffekt) haben verwenden, z. B. von den Marken Sante oder Logona. Ein wenig Gedult.
  • Versuchen den Föhn eine Stufe runter zu stellen bzw. nicht mit der heißen Luft an die Kopfhaut zu kommen.
  • Versuchen den „Waschzyklus“ auszudehnen und die Haare so wenig wie möglich zu waschen.

So könnt ihr eure Kopfhaut unterstützen

Sprechen wir von den „Standard“-Ölen beim Thema Schuppen könen wir folgende aufzählen:
Lavendar, Wintergreen, Cypress, Rosemary, Cedarwood, Thyme, Manuka, Melaleuca, Myrrh, Petit Grain, Neroli, Rose

Ihr wisst es schon – ich hab es schon oft geschrieben: Jeder ist anders. Und auch die Phase in der man gerade mit seiner Kopfhaut ist, kann mal anders sein. Komme ich gerade vom Friseur und die Kopfhaut ist sehr angegriffen, gereizt oder es hat ein besonders schlimmer Schub eingesetzt, kann es sinnvoll ist mal mit anderen Mischungen zu arbeiten. Ich ermutige euch hier ein wenig „rumzuprobieren“. Wandelt die Mischungen immer mal wieder ab. Ich zeige euch was ich meine, indem ich euch Varianten bei den Rezepten dazuschreibe.

  • Einfache Lösungen
    • Ein paar Tropen von Einzelölen oder der Ölmischung in dein Shampoo und deine Kur geben bzw. das Haarwasser (Mermaidspray herstellen). Für stabile Phasen eventuell schon ausreichend. Manuka/ Teebaum, Rosemary und Wintergreen eignen sich hier besonders gut.
  • Rezepte für mögliche Ölmischungen
    • Standardmischung:
      • 10 💧 Manuka oder Melaleuca, je 4 💧 Cedarwood, Rosemary, Lavender, Petitgrain
      • Mögliche Abwandlungen: Cedarwood oder Rosemary mal mit Wintergreen oder Thyme ersetzen, statt Lavender mal Myrrh oder Helichrysum, statt Petitgrain mal Neroli
    • Bei starker Reizung, Rötung und offenen Stellen:
      • 10 💧 Helichrysum oder Lavender, 5 💧 Melaleuca, 5 💧 Myrrh, 3 💧 Frankincense, 3 💧 Roman Chamomile
      • Statt Frankincense mal Copaiba nehmen
    • Heilende Mischung für eine Kur:
      • 15 💧 Cedarwood, 5 💧 Ylang Ylang, 10 💧 Patchouli
      • Ylang Ylang oder Patchouli mit Rose oder Sandalwood ersetzen.
Das Standardrezept für deine Pflegeroutine.

Was könnt ihr jetzt mit den Ölen und den Ölmischungen anstellen?

  • Shampoo selbst herstellen oder in das Shampoo die Ölmischung rein geben. (Rezept für Shampoo folgt in einem der nächsten Posts, dann verlinke ich es auch hier)
  • Mein Haarwasser (Mermaid-Hair-Spray) mit eurer Mischung abwandeln. Siehe hier. Das hilf für Zwischendrin mal. Einfach die Strähnen ein bisschen abteilen und die Kopfhaut so gut es geht mit ein paar Sprühstößen benetzen.
  • Haarkuren
    • Haarkur aus nativem Kokosöl in Bioqualität – siehe auch hier mein Post dazu. Ihr gebt einfach die Mischung für die ihr euch entschieden habt rein, ca. 5 – 10 💧.
    • Heilendes Serum: 2 EL Jojobaöl, 1 EL Olivenöl, 1 EL Mandelöl, 1 EL Schwarzkümmelöl, 5 – 10 💧 der gewünschten Ölmischung. Falls ihr das Serum auf Vorrat herstellt, dann gebt bitte noch ein 5 Tropfen Vitamin E-Öl hinein (Stabilisierung und Antioxidans) Wichtig: Gebt die Mischung in ein gut verschließbares Gefäß, z. B. einen Dropper (aus Braunglas) und schüttelt es min 15 Sekunden bevor ihr es auftragt, sodass sich die Öle gut miteinander verbinden.
    • Massiert eure Kur gut ein – mit sanften kreisenden Bewegungen die gesamte Kopfhaut entlang. Dies kann schon 5 Minuten in Anspruch nehmen. Für einen besonders intensiven Effekt gebt ihr danach eine Kopfhaube oder etwas Frischhalte- oder Alufolie auf den Kopf. Lasst das dann min 10 min – eher 30 min – einwirken.
  • Den Darm mit einer Kur wieder auf Vordermann bringen und evtl. eine innerliche Anti-Pilzkur machen. (auch dazu folgt ein Post, den ich hier verlinken werde)
  • Falls der Verdacht auf eine Pilzinfektion vorhanden ist, eine „Anti-Zucker“-Kur von min. einem Monat versuchen (vor allem in Verbindung mit dem Verdacht auf einen Pilzbefall interessant).

Generell gilt: Lasst euch Zeit. Lasst die hergestellten Produkte immer gut einwirken und gönnt euch die wenigen Minuten. Außerdem: Verwendet bei den Rohstoffen gute Qualität, d. h. bio und kaltgepresst. So stellt ihr sicher, dass ihr den maximalen Nutzen aus den Ölen habt.

Wenn ihr erfahren wollt, wir ihr an die qualitativ hochwertigen Öle von doTERRA kommen könnt, dann meldet euch gerne bei uns.

P.S.: Wenn ihr die im Artikel genutzten Affiliate-Links verwendet, unterstützt ihr unsere Arbeit.

2 Kommentare zu „Leise rieselt der Schn… äh. Die Schuppen.

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