DIY: Selbstgemachter Gesichtstoner.

Also – ich muss euch sagen – es hat eine Weile gedauert, bis ich verstanden habe, wie ich meine Haut zu behandeln habe – und wie ich sie definitiv nicht zu behandeln habe. Je mehr ich „gemacht“ habe, desto schlimmer wurde es. Spannungsgefühle, Trockenheit bis hinzu Trockenheitsfältchen, schuppige Haut, unreine Haut. Brauchen wir alles nicht, oder?! Na – dann lest mal weiter.

Was ich jetzt mache: meine eigene und auf MICH abgestimmte Pflege und eine GANZ EINFACHE Gesichtsreinigung. Einfach heißt in dem Fall: Nichts gekauftes, nichts künstliches. Nichts, das meiner Haut alles „stiehlt“, was sie sich selbst aufbaut – weil es da nun mal hin gehört. Die Natur bzw. unser Körper weiß nämlich eigentlich ganz gut was er zu tun hat. Wir stören nur immer…

Es gibt hier sicherlich verschiedene Möglichkeiten. Wir können völlig ohne Reinigungsmittel (mit speziellen Waschhandtüchern) mit warmen Wasser arbeiten. Oder beispielweise mit der „Oil Cleansing“-Methode (dazu kommt noch mal ein Beitrag). Oder noch besser: mit einer Kombination aus beidem. Egal wie ich mein Gesicht reinige – ich brauche immer einen Toner.

Was macht dieser Toner jetzt eigentlich?

Früher dachte ich: Ein Toner muss brennen! (Nur wenn ich was merke, macht er auch was.). Gleich vorweg: Totaler Quatsch. Toner ist KEIN Reiniger – sondern: ein Pflegemittel. JA! Ein Pflegemittel. Es ist sowas wie ein Zwischenschritt. Er gibt der Haut ein bisschen was von dem zurück, was sie bei der Reinigung verloren hat und nimmt auch noch mal Kalkreste (vom Wasser) weg. Die Haut kann die Pflegestoffe, die danach dann kommen besser absorbieren. Der PH-Wert wird wieder in Balance gebracht. Die Grundregel hierbei: Alkohol oder andere scharfe Substanzen haben hier nix verloren.

Mein Geheimtipp ist eine Mischung aus 3 Grundsubstanzen und einigen Tropfen Melaleuca (Teebaumöl.)

Stelle dir deinen eigenen Toner her.

Was kommt da jetzt rein?

Hamameliswasser // Witch Hazel // Zaubernuss: Wirkt hautverfeinernd und hautstraffend, entzündungshemmend, antibakteriell und bringt die Talgproduktion wieder ins Gleichgewicht. Es sind Substanzen (Gerbstoffe und Flavonoide) enthalten, welche „adstringierend“ auf die Haut wirken: die Poren ziehen sich zusammen und werden damit verfeinert. Außerdem schützt die Zaubernuss gegen freie Radikale und wirkt somit der Hautalterung entgehen.

Rosenhydrolat // Rosenwasser: Rosenwasser ist voller Antioxidantien und Vitamine. Es wirkt feuchtigkeitsspendend, beruhigend und ausgleichend. Außerdem: antibakteriell und entzündungshemmend. Es unterstützt die Heilung und verlangsamt die Zellalterung. Es ist pH-neutralisierend und wunderbar für alle Hauttypen geeignet.

Apfelessig: Klingt jetzt nicht so fancy wie die oberen beiden Kollegen und zugegeben – es riecht auch nicht so lecker. Ihr könnt den Anteil etwas reduzieren, wenn euch das sehr stört. Aber: es baut de natürlichen Säureschutzmantel der Haut wieder auf und wirkt desinfizierend und antibakteriell. Es ist wirkt antifungizid (auf unserer Haut wachsen wirklich Pilze!) und unterstützt bei Juckreiz bzw. bei Heilungsprozessen. Es sind viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten. Die Fruchtsäure wirkt hautstraffend und führt zur besseren Durchblutung.

Ich verwende bei allen Zutaten nur BIO-Produkte. Den Apfelessig setze ich sogar selbst an. Wenn ihr welchen kauft, dann achtet darauf, dass er naturtrüb ist. Ich habe euch oben die Links auf Amazon hinterlegt. Ihr unterstützt uns in unserer Arbeit indem ihr sie verwendet und die Produkte da bestellt. Danke dafür!

Da ich nach meiner Gesichtsreinigung mein luxuriöses Gesichtsöl verwende, benötige ich nicht viel an ätherischen Ölen in meinem Gesichtswasser. Ich gebe auf 100 ml Gesichtswasser noch ca. 5 – 8 Tropfen Melaleuca (Teebaumöl). Teebaum wirkt auch noch mal sehr antiseptisch und antifungizid. Entzündungen bzw. Bakterien und Pilze werden regelgerecht vernichtet.

Das Rezept und die Anwendung.

  • je 30 ml der oben genannten Wirkstoffe in eine Braunglasflasche geben – ich mag Sprühflaschen (siehe Anwendung)
  • 5 – 10 Tropfen Teebaumöl (evtl. mit Chamomile, Weihrauch, Rose, Manuka ergänzen bzw. ersetzen)
  • Den Toner zügig verbrauchen. Wir haben hier keine Konservierungsstoffe und der Apfelessig „kippt“ irgendwann. Ich habe meine Flasche immer ca. 2 – 3 Monate und das klappt gut.

Bei all den tollen Inhaltsstoffen eures Toners müsst ihr eines beachten: Der Toner wirkt sanft und natürlich – aber er wirkt. Nur: dafür braucht er Zeit. Gebt sie ihm – es lohnt sich! Ich mache das so:

  • Toner gut schütteln und Gesicht gut einsprühen – es darf richtig feucht werden.
  • Ca. 1 – 2 Minuten warten – in der Zeit mach ich was anderes im Bad. Das Gesicht ist dann schon fast wieder trocken.
  • Noch mal ein paar Sprühstöße auf das Gesicht oder ein Wattepad (ich nehme hier seit ein paar Monaten wiederverwendbare – die sind wirklich toll) und alles abnehmen.
  • So hatte der Toner seine Zeit auf der Haut zu wirken und ihr nehmt alles überschüssige wieder von der Haut ab.
  • EINCREMEN. FERTIG.

Wie reinigt ihr euer Gesicht? Habt ihr das Rezept ausprobiert? Wie reagiert eure Haut darauf? Möchtet ihr mehr über das Thema Oil Cleansing erfahren?

Wir wünschen euch viel Spaß beim Rezept und vor allem: eine schöne Haut! ☺💕

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