Bändige den Drachen in dir.

Mit ätherischen Ölen den Hormonhaushalt unterstützen. Ideen und Denkansätze.

Ich bin eine Frau – also irgendwie auch ein Opfer der Hormone. Streng genommen ist das ja jeder. Aber als Frau beanspruche ich hier noch mal eine besonderes Recht mich als „Opfer der Hormone“ zu bezeichnen – wobei: eigentlich bin ich das nicht mehr. Kommt vielleicht wieder – aber jetzt ist alles gut. War es aber nicht immer!

10 Jahre Pille, eine ausgewachsene Depression – hormonell bedingt, eine abgebrochene Eileiterschwangerschaft, monatelang keine Regelblutung. Dann Blutungen, bei denen ich dachte, ich brauche Bluttransfusionen. Naja – ich will ja nicht meckern – was ich sagen will: jede Frau hat so ihr Thema mit den Hormonen. Früher oder später. Und im Grunde genommen begleitet uns dieses Thema das ganze Leben.

Zuerst: es gibt kein Patentrezept. Aber es gibt Ansätze uns zu unterstützen zurück in die Balance zu kommen. Ich sitze gerade in einem Airbnb-Zimmer weil ich morgen eine tolle Zusatzausbildung zum Thema Hormonyoga mache. Dinge wieder zurück ins Gleichgewicht zu bringen – das ist ein toller Gedanke.

Im Bereich der ätherischen Öle in Kombination mit Hormonen gibt es eine Expertin – Dr. Mariza Snyder. Ihr Buch liegt gerade vor mir und ich verschlinge es. Es wird auch auf Instagram noch eine kleine Rezension dazu von mir geben (in den Storys findet ihr den Button Büchertipps).

Was heißt denn nun „aus der Balance“? Das kann in jeder Lebensphase, bei jeder Frau was anders bedeuten. Manche fühlen sich matt und schwach, zeigen Symptome einer Fatigue oder eines Burnouts. Manche können nicht schlafen, sind unkonzentriert, weinerlich, zickig, wütend. Manche nehmen zu, manche können nicht zunehmen. Stress für Körper und Geist (schlechtes Essen, wenig Bewegung, Sorgen und Ängste) geben dir den Rest.

Das Hormonsystem ist ausgetüftelt, es weiß eigentlich wann wir in welcher Phase unseres Lebens (oder im Zyklus) was brauchen. Unsere Hypophyse als übergeordnetes Regelsystem ist schlau. Dann stellt euch vor: es kommt „Sand ins Getriebe“ – Sand in Form von Stress. Und Stress kann in vielen Formen auftreten. Die Zahnrädchen diesen komplexen Systems greifen nicht mehr ineinander. Ein Rädchen denkt es muss mehr machen, eins hört auf sich zu drehen. In der Schulmedizin denken wir (sehr vereinfacht): wenn etwas zu wenig ist, dann supplementieren wir. Bei Dr. Snyder und auch im Hormonyoga geben wir dem Körper den Schups, sodass der Körper das Sandkorn selbst aus dem Getriebe schmeißen kann und das Getriebe wieder rund läuft. Ich hoffe ihr könnt meiner Bildsprache folgen. Die Stimulation und auch Beruhigung von Hormondrüsen bringt uns wieder „in unsere Mitte“. Und „Mitte“ suchen wir irgendwie alle, oder?

Das Problem an hormonellen Dysbalancen: es sind keine handfesten Symptome. Kein Körperteil schreit aua, es ist nicht unbedingt ein Blutwert verändert. Aber irgendiwe stehen wir neben uns. Irgendwie wollen wir nicht krank sein, es nicht zum Thema machen, aber richtig „gesund“ fühlen wir uns auch nicht.

Mir gefällt die Idee, dass Heißhungerattaken, Schlafstörungen, Stressymptome, PMS, Konzentrationsmangel, Energiemangel und auch eine Flaute im Bett durch ein wenig „Balance“ reduziert werden können. Dass wir wieder sagen können „ich fühle mich, wie ich selbst“. Wir können hier mit ätherischen Ölen nicht zaubern. Aber wir können einen Stein ins rollen bringen. Wir arbeiten mit den Ölen nicht nur auf Zellebene. Es passieren viele Dinge mit uns – körperlich – aber auch emotional. Einzelöle oder Ölkombinationen in Zusammenarbeit mit Affirmationen, Ritualen und kleinen Änderungen im Tagesablauf können einen entscheidenden Unterschied machen.

Mariza beschreibt in ihrem Buch so viele Anwendungsmöglichkeiten. Ich werde hier nur auf die eingehen, die ich selbst an mir oder anderen erprobt habe:

  • Die „Drachenzeit“-Mischung.
    Ok… nicht so charmant. Sagen wir „Superwoman“-Mischung. Das brauche ich kurz bevor meine Regel einsetzt. Lustig: wenn ich dann daran rieche liebe ich den Geruch. Sonst im Zyklus ist er ok – aber nicht besonders angenehm. Die Zusammensetzung erinnert an ClaryCalm. Tatsächlich habe ich meine erste eigene Mischung nach dem Vorbild gemacht. Mariza arbeitet mit einer ähnlichen Zusammensetzung.
    Mein Rezept: 15 Clary Sage, 13 Lavendel, 12 Bergamotte, 6 Cedarwood, 5 Ylang Ylang, 5 Geranie, 3 Weihrauch, 3 Copaiba
    Auf die Pulspunkte, Brust, Bauch, Schläfen – überall hin wo ich es mag 😊
  • Die „Ich-gebäre-ein-Alien“-Mischung.
    Bauchkrämpfe durch die Regelblutung. Eine etwas andere Zusammensetzung als die klassischen „Bauchweh“-Mischungen. Auf den Bauch – so oft es geht. Und mir geht es so gut. Für die, die besonders mit Verdauungsbeschwerden und Krämpfen zu tun haben ist das eine gute Option für den Bauch.
    Mein Rezept: 8 Clary Sage, 7 Lavendel, 6 Weihrauch, 6 Copaiba, 6 Peppermint, 3 Fenchel, 5 Majoran, 3 Deep Blue
    Großflächig auf den Bauch und den unteren Rücken auftragen.
  • Die „Es-kein-Stein-mehr-auf-dem-anderen“-Mischung.
    Die Mischung ist für eine Freundin entstanden. Fokus: Hormonregulierend. Wir haben sie nach einer Gebärmutterentfernung als Unterstützung direkt nach der OP genutzt. Wir wollten, dass es ihr gut geht. Wir haben alles reingepackt, von dem wir dachten, dass es gut tut (ok – das klingt jetzt nicht so fundiert – aber ist es – glaubt mir). Und: es hat funktioniert. Das sind jetzt die schweren Geschütze. Wir wissen das. Aber manchmal muss man schwere Geschütze auffahren.
    Unser – gemeinsam entwickeltes – Rezept: 14 Clary Sage, 5 Lavendel, 10 Bergamotte, 9 Chamomile, 5 Cedarwood, 4 Ylang Ylang, 4 Geranie, 4 Neroli, 5 Jasmin, 5 Rose, 4 Weihrauch
    Pulspunkte, Herz, Brüste, Bauch, unterer Rücken – wie bei Mischung Nr. 1: überall da wo ihr gerne mögt.
Rezepttipp: Der Drachenbändiger. Wenn die Hormone außer Rand und Band sind.

Und nein: das sind keine Zaubermischungen. Und sie werden nicht all eure Probleme lösen. Aber vielleicht eins. Oder zwei. Mariza beschreibt in ihrem Buch, dass das Hormonsystem so komplex ist, dass es oft einen kompletten Reset braucht. Eine neue Basis. Einen Rettungsplan. Das verstehe ich. Ich vergleiche das mit einem langsamen PC mit Fehlermeldungen (ok – es gibt vermutlich bessere Beispiele – aber in meinem Kopf funktioniert der Vergleich): Der Rechner funktioniert eigentlich ganz gut. Aber er zickt, hängt sich immer wieder auf. Manchmal geht nix. Manchmal geht alles fehlerfrei. Wir können hier ein bisschen Datenmüll löschen, da ein bisschen optimieren. Und manche Fehler kriegen wir hin – manche nicht. Wir müssten die Festplatte mal platt machen und einen Neustart machen. So stell ich mir das mit dem Körper auch vor. Nur, dass die Umsetzung mit unserem Körper sehr viel anstrengender, zeitintensiver und langwieriger ist. Aber es lohnt sich.

Habt ihr Interesse an dem Thema „Reset“? Welche Themen beschäftigen euch? Welche Symptome habt ihr? Was könnt ihr nachvollziehen? Was hilft euch? Habt ihr Lieblingsmischungen, die ihr gerne verwendet? Sollen wir auf bestimmte Symptome genauer eingehen?

Wir freuen uns auf euer Feedback und gehen gerne auf eure Themen und Fragen ein!

3 Kommentare zu „Bändige den Drachen in dir.

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